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Apotheke Burgstaller liefert Medikamente direkt an die Haustür

Kostenloser Lieferservice für Risikogruppen in Zeiten der Corona-Krise

 

Fürstenzell. „Wir mussten uns etwas einfallen lassen. Und zwar einen mehr oder weniger ganzheitlichen Schutz, sowohl für unser Team, als eben auch für unsere Kunden“, betont Apotheker Stefan Burgstaller aus Fürstenzell.

Die bisher vorgelebten Schutzmaßnahmen im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus, wie Spritz- und Spuckschutzwände, haben für den Apotheker nicht weit genug gegriffen. „Wir gehören derzeit zu den sogenannten systemrelevanten Geschäften, die natürlich weiter die Stellung für die Kunden halten – aber unser Kundenstamm zählt größtenteils eben selbst zur Risikogruppe.“

Daher musste eine Lösung her: Der sogenannte Medikamenten-Lieferservice direkt an die Haustüre der Kunden. „Das geht bei uns auf dem Land. Die Wege sind nicht allzu weit und die Kunden ja auch gut bekannt“, so Burgstaller weiter. Vorranging ging es für ihn darum, den älteren, beziehungsweise  kranken Kunden selbst zusätzliche Wege zur Apotheke zu ersparen. „Wir haben nicht immer alle Medikament vorrätig und wenn ein Kunde bestellt, dann bringen wir ihm das Arzneimittel entsprechend nach Hause.“ Und das auch noch kostenlos – auch, weil es in diesen Zeiten nicht nur ums Geschäft gehen dürfe, so Burgstaller. „Die Gesundheit sowie der Schutz des Immunsystems unserer Kunden und des Teams haben oberste Priorität.“

 

Ganz nach dem Motto „außergewöhnliche Umstände, erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“ hat das neue Angebot tatsächlich etwas Anlauf benötigt, bis es beim Kunden auch Akzeptanz fand. „Wir fahren seit gut einer Woche die Medikamente aus – anfangs wurde das mit großer Skepsis gesehen, mittlerweile aber immer mehr dankend in Anspruch genommen. Sie haben eingesehen, dass es durchaus Sinn macht, zu Hause zu bleiben.“

Wichtig außerdem: Der Apotheker versucht den Fahrdienst meist persönlich, oder von einer pharmazeutischen Fachkräfte erledigen zu lassen: „Auch, damit Fragen zu Dosierung oder Anwendung noch direkt an der Haustüre besprochen werden können und es nicht zu einem zusätzlichen telefonischen Mehraufwand kommt.“

 

Neben dem Lieferservice bedienen Stefan Burgstaller und sein Team die Kunden derzeit über die beiden Geschäftsladentüren – und nicht mehr in der Apotheke selbst: Eine Türe für die Aufnahme von  Rezepten und Bestellungen, die andere für die Ausgabe der Medikamente. „Damit vermeiden wir soweit möglich den Begegnungsverkehr unserer Kunden. Und die wartenden Personen an der Türe werden durch Bodenmarkierungen dazu angehalten, entsprechend Abstand zu halten.“

Auch wenn dies alles nicht einfach gewesen und höchst außergewöhnlich sei, mittlerweile hätte sich der Kundenstamm an die neuen Ausnahmebedingungen gewöhnt.