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Frühjahrsputz macht glücklich

Entrümpeln tut auch der Psyche gut - Tipps, wie Sie es anpacken

 

fruehjahrsputz

 

Jetzt steht er bei vielen an – der Frühjahrsputz. Der Frühjahrsputz ist nicht sonderlich beliebt, schließlich ist es eine Heidenarbeit, alle Zimmer gründlich zu reinigen. Doch hängen die frisch gewaschenen Gardinen wieder vor den Fenstern, sind die Schränke aufgeräumt und blitzen die Heizkörper genau wie die Badezimmerfliesen, ist nicht nur der Muff des Winters vertrieben, auch die Seele kann aufatmen. Wer seine Wohnung putzt, macht damit auch klar Schiff in seiner Psyche. Darauf weist die BARMER in ihrem aktuellen Gesundheitstipp hin.

 

Aufräumen tut gut! Für die Seele sind das Saubermachen und Aufräumen im Frühjahr eine regelrechte Befreiung. Zum einen fühlt man sich in der glänzenden Wohnung gleich viel wohler. Doch obendrein ist es eine sehr motivierende Erfahrung, den Frühjahrsputz geschafft zu haben.

 

Wer es fertigbringt, sich beim Aufräumen von Altem zu trennen, wird sprichwörtlich aufblühen und durchatmen können. Dinge zu verschenken, die man nicht mehr braucht oder mag, schafft nicht nur in der Wohnung Platz, sondern bewirkt auch gedanklich Raum für eine neue Ausrichtung der eigenen Ziele, für neue Interessen und andere Perspektiven. Zudem ist es eine nachhaltige Methode, den Gegenständen wieder einen Sinn zu verleihen, indem man sie Menschen gibt, die sie gebrauchen können. Brauche ich das wirklich? Im Prinzip hilft ein einfaches Vorgehen mit drei einfachen Fragen, um sich von alten Lasten zu befreien. Halten Sie den Gegenstand, der aussortiert werden soll, in der Hand oder betrachten Sie ihn und stellen Sie sich die folgenden Fragen: Wird der Gegenstand noch gebraucht oder kann er weggeräumt werden? Wenn Sie den Gegenstand definitiv aufheben wollen, stellt sich die Frage, warum der Gegenstand aufgehoben werden soll. Zu guter Letzt fragen Sie sich, was Sie alles mit dem neu gewonnen Platz machen könnten. Füllen Sie ihn mit was Altem, was Neuem oder lassen Sie ihn einfach leer.

 

Wer beim Aufräumen den Anfang nicht findet oder wer sich im Überschwang verzettelt, kommt mit räumlich und zeitlich begrenzten Aufgaben meist besser voran: „Heute sortiere ich zwanzig Minuten die Kommode im Schlafzimmer!“ Das ist meist erfolgversprechender und damit motivierender, als das ganze Zimmer auf einmal aufzuräumen. Und wenn man sich einmal nicht ganz sicher ist, ob der Brotbackautomat oder die rote Bluse noch gebraucht werden oder weggegeben werden können, hilft dieser Tipp: Die guten Stücke kommen einfach in einen Karton, der in der Abstellkammer verschwindet. Alles, was nach einem Jahr noch immer dort liegt, kann getrost verschenkt oder weg.

 

„Ein ungeordnetes Heim und ein ungeordneter Geist haben sehr wohl miteinander zu tun", sagt Lebens­coach und Motivationstrainer Roman Braun. „Wohnung und Haus sind gewissermaßen unser erweitertes Fell.“ Mit dem Freimachen von Altem werden wir offen für Neues.